Konzert in A (als pdf)
Petra Tengler, Violine
Andreas Teufel, Klavier

Das Programm für einen Sonatenabend zu wählen ist ein kreativer Prozess, bei dem wir uns die Ideen spielerisch wie Bälle zuwerfen. Und plötzlich waren die Bälle, die uns gefallen haben alle in A-Dur – in der Literatur für Geige und Klavier eine bevorzugt vorkommende Tonart, nicht zuletzt aufgrund der Stimmung der Geige.
Ausgangspunkt für dieses Programm ist die frühe Sonate von L.v.Beethoven Op.12 Nr.2 in A-Dur. Auf der Suche, wie Beethoven später mit dieser Tonart umging, wann er sie für unsere Besetzung wieder aufnahm, landeten wir bei seiner Sonate Op.30 Nr.1.
Diesen beiden Werken stellen wir die große, romantische A-Dur Sonate schlechthin gegenüber: die Sonate von César Franck.
So reisen wir getragen von der strahlenden Tonart A-Dur vom Wien zur Zeit der Wiener Klassik ins spätromantische Paris.

„Dieser Ton enthält Erklärungen unschuldiger Liebe, Zufriedenheit über seinen Zustand; Hoffnung des Wiedersehens beym Scheiden des Geliebten; jugendliche Heiterkeit, und Gottesvertrauen.“ (C.F. Schubart: Ästhetik der Tonkunst, 1784/85)

L.v.Beethoven Sonate für Klavier und Violine in A-Dur Op.12 Nr.2

L.v.Beethoven Sonate für Klavier und Violine in A-Dur Op.30 Nr.1

Pause

„An Innigkeit überwiegt diese Tonart alle anderen, wenn weder Leidenschaftlichkeit die ruhige Hingabe stört, noch eine schmerzliche Sehnsucht die Reinheit des Glücks trübt…“ (F.G. Hand: Aesthetik der Tonkunst, 1837)

C. Franck Sonate für Klavier und Violine in A-Dur